Alarmanlagen im Test auf
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Rauchmelder retten Leben: Brandschutz und Brandprävention

Laut Statistiken der Stiftung Warentest ereignen sich in Deutschland rund 80 Prozent der Brände in Privathäusern und Wohnungen. Dies sind mehr als 200.000 Fälle von Bränden pro Jahr. Mehr als die Hälfte von ihnen begann nachts. Und da schlafende Menschen den Rauch des Brennens nicht richtig riechen können, ist dies jedes Jahr etwa 600 Menschen das Leben wert. Rauch von Feuer und Flammen kann eine Person oft einfach nicht bemerken, während sie schläft. Dies ist sehr gefährlich, da man durch Rauch oder Kohlenmonoxid vergiftet werden oder einfach ausbrennen kann. Unnötig zu erwähnen, welche Sachschäden jedes Jahr durch Brände verursacht werden.

Die Bundesregierung hat versucht, dieses Problem zu lösen und das Brandschutzproblem zur Sprache zu bringen. Nach dem Forum „Rauchmelder retten Leben“ im Jahr 2000 sind Rauchmelder in allen 16 Bundesländern Pflicht. Sie werden sowohl in Privathäusern als auch in Mietwohnungen benötigt. Ein Rauchmelder (auch Brandmelder oder Feueralarm) erkennt gefährlichen Rauch und während eines Feuers erzeugtes Gas und warnt Sie mit einem lauten akustischen Alarmsignal. So retten Rauchmelder Leben von schlafenden Menschen, die durch ein Warnsignal aufwachen und rechtzeitig aus einem brennenden Raum herauskommen können, um Kinder und möglicherweise Eigentum zu retten. Auch eine rechtzeitige Feuerwehr kann das Feuer schnell beseitigen und Ihr Wohlbefinden retten.

Rauchmelderpflicht in Deutschland

Wie erwähnt, sind Rauchmelder in 14 Bundesländer von 16 heute erforderlich. Bis zum 31. Dezember 2020 wird in allen Bundesländern verpflichtende Installation der Rauchmelder in Kraft treten. Nur in der Bundeshauptstadt Berlin und im Bundesland Brandenburg wird es bis zu diesem Zeitpunkt eine Übergangsfrist geben. In dieser Übergangszeit werden Brandschutzsysteme auch an Bestandsbauten angepasst und in diese eingebaut. In Neubauten müssen Rauchmelder heute vorinstalliert werden. So werden bis Ende 2020 alle Häuser mit Rauchmeldern ausgestattet, um mehr Brände zu verhindern.

Diese Maßnahmen bieten ein angemessenes Maß an Brandschutz. Während des Bestehens der Rauchmelderpflicht in Deutschland hat sich die Anzahl der Todesfälle durch Brände fast halbiert. Aber es gibt immer Raum für eine Verbesserung. Rauchmelder entwickeln sich und werden empfindlicher, Brandschutzsysteme werden auch ein Mittel zur Verhinderung von Bränden.

Die Normen der jeweiligen Landesbauordnung sehen einheitlich vor, dass in jedem Schlafraum, Kinderzimmer und Flur, der durch Fluchtwege führt, mindestens ein Rauchmelder vorhanden sein muss.

Für einen bestmöglichen Brandschutz wird dennoch empfohlen, alle Wohn- und Hobbyräume mit Rauchmeldern auszustatten. Es umfasst auch Arbeitsbereiche, einen Dachboden sowie einen Keller.

In Treppenhäusern oder Räumen mit Galerie im Obergeschoss muss mindestens ein Rauchmelder installiert werden. Es wäre besser, Rauchmelder auf jeder Ebene installiert zu haben.

 

Woran erkennt man gute Rauchmelder?

Brandschutzexperten raten, bei der Auswahl eines guten Rauchmelders auf Rauchmeldern mit dem Q-Zeichen, die mit Sicherheit den Anforderungen und europäischen Normen entsprechen, zu achten. Sie weisen automatisch die CE- und DIN EN 14604-Kennzeichnung nach. Oft verfügen Q-Detektoren über eine hochwertige Ausstattung und eine intelligente Software, die eine tiefere Analyse ermöglicht. Auch werden diese Rauchmelder mit einer fest verbauten Lithiumbatterie ausgestattet, die für 10 Betriebsjahre ausgelegt ist.

Identische Kriterien und die unabhängige Prüfung von Rauchmeldern durch ein anerkanntes Prüfinstitut machen Q-Label zu einem auffälligen Qualitätszeichen für Rauchmelder. „Q“-Kennzeichen ersetzt nicht die europäische Produktnorm DIN 14604, sondern ergänzt diese hinsichtlich Kriterien, die nach EN 14604 nicht erforderlich sind. Die Prüfung basiert auf der Empfehlung vfdb 14/01.

Außerdem weisen solche Rauchmelder ein dichtes Netz auf, das die Rauchkammer vor dem Eindringen von Fremdkörpern wie Insekten und Staub schützt. Dies erhöht die Zuverlässigkeit des Rauchmelders und verringert die Wahrscheinlichkeit eines Fehlalarms erheblich.

 

In welchen Räumen sollte ich überhaupt Rauchmelder installieren?

Derzeitig sollten Rauchwarnmelder in allen Räumen angebracht werden, in denen Leute schlafen. Dazu gehören Schlafräume, Kinderzimmer und Gästezimmer. Darüber hinaus sollten in allen Fluren Rauchmelder eingerichtet werden, die im Brandfall als Fluchtwege genutzt werden.

Für Berlin und Brandenburg sind die Regeln strenger. Rauchmelder sollten nach den Regeln auch in Wohnräumen, in Spielräumen und in Arbeitsräumen installiert werden. Das heißt, in allen Räumen mit Ausnahme der Küche. Normale Rauchwarnmelder sind leider für Bad und Küche nicht geeignet.

In Sachsen und Baden-Württemberg sind Melder in den Ruheräumen, in dem die Menschen normalerweise schlafen, verpflichtend.

 

Rauchmelder richtig anbringen: Montage

Die Installation eines Rauchmelders erfolgt normalerweise in drei Schritten.

  1. Sie müssen die mit dem Rauchmelder gelieferten Anweisungen sorgfältig lesen. Stellen Sie sicher, dass Sie alle notwendigen Werkzeuge zur Installation haben und dass alle Teile des Rauchmelders enthalten sind. Bei den meisten Modellen wird die Rückwand mit Dübeln und Schrauben an der Decke befestigt. Es kann auch mit Klebepads verklebt werden. Der Rauchmelder wird dann durch Drehen oder Einrasten an der Rückwand befestigt.
  2. Der Rauchmelder sollte immer in der Mitte des Raumes und immer waagerecht installiert werden. Selbst wenn Sie ein schräges Dach haben, müssen Sie einen Rauchmelder horizontal installieren. Einige Rauchmelder erlauben Abweichungen von einigen Graden. Installieren Sie einen Rauchmelder in der Nähe eines Fensters oder in einem Zug bitte nicht. Das kann die Funktion des Rauchmelders verhindern. Lassen Sie etwa 50 cm Abstand von dem Rauchwarnmelder zu Wänden, Lampen und Balken.
  3. Nach dem Einbau des Rauchmelders müssen Sie seine Arbeitsbereitschaft prüfen. Drücken Sie dazu die „Test“ -Taste am Rauchmeldergehäuse. Wenn alles in Ordnung ist und der Rauchmelder betriebsbereit ist, hören Sie einen Piepton. Einige mit LEDs ausgestattete Modelle geben auch ein Lichtsignal ab. Weitere Informationen finden Sie im Handbuch des Herstellers.

Funktion der Vernetzung: Kabel- und Funk-Vernetzung

Rauchwarnmelder mit der Funktion der Vernetzung geben das Alarmsignal im Brandfall untereinander weiter. Diese Funktion bietet große Vorteile, wenn die kontrollierten Gebiete weit voneinander entfernt sind, z.B. Hochhäuser.

Wenn ein Alarmsignal nicht bemerkt werden konnte, kann die Zeit für Rettungsmaßnahmen erheblich verkürzt werden. Vernetzte Rauchwarnmelder können eine Lösung sein. Man kann im Obergeschoss ein Alarmsignal hören, wenn im Keller ein Feueralarm ausgelöst wird. Das Gerät sendet einfach ein Signal an alle anderen Rauchmelder, die ebenfalls ein akustisches Signal abgeben.

 

Kabel-Vernetzung

Der Anschluss von Rauchmeldern über ein Kabel ist eine geschütztere Lösung, da eine Kabelverbindung anständiger ist als eine Funkverbindung. In diesem Fall wird die Batterie auch von Rauchmeldern weniger belastet. Für Neubauten wird diese Methode empfohlen.

Bei Rauch löst der entsprechende Rauchmelder einen Alarm aus und informiert die anderen Melder über Kabel. Der Hauptnachteil besteht darin, dass man kaum herausfinden kann, welcher Rauchwarnmelder funktioniert hat. Leider ist es mit einer solchen Vernetzung von Rauchmeldern nicht möglich, den Ort des auslösenden Rauchwarnmelders zu bestimmen.

Funk-Vernetzung

Der Vorteil von Funknetz-Rauchmeldern besteht darin, dass keine Kabel zu verlegen genötigt werden und Funknetzwerke anpassungsfähig eingerichtet werden können. Noch ein Vorteil ist, dass mehrere Hersteller Fernbedienungen anbieten, mit denen Sie den Alarm schnell ausschalten.

Funknetz-Rauchmelder sind mit einem Funkmodul ausgestattet. Alle Rauchwarnmelder, die in das Funknetz eingeschlagen werden, sollen über dieses Modul verfügen, das nachkommend programmiert wird. Mehr Information finden Sie im Handbuch des Herstellers.

Das Alarmierungsprinzip ist genau das gleichartige wie bei verkabelten Rauchmeldern: Der Rauchwarnmelder erkennt Rauch, löst einen Alarm aus und meldet ihn an einen Melder im Funknetz. Es gibt auch Funknetz-Rauchmelder, die sowohl Sender als auch Empfänger sind. Das heißt, nicht ein Melder sendet an alle, sondern jeder Detektor sendet an den nächsten. Dies erhöht die Sicherheit.

 

Rauchwarnmelder: Batterien und Wartung

Die Wartungsvorschriften für den Rauchmelder sind in den einschlägigen Normen der DIN 14676 festgelegt. Die Inspektion und Wartung von Rauchmeldern sollte regelmäßig nach Herstellerangaben, wenigstens einmal jährlich erfolgen.

Dokumentieren Sie immer, wann Sie Ihre Rauchmelder überprüft und was Sie getan haben - den Staub abgewischt, die Batterie gewechselt und weiteres.

Befolgen Sie immer die Anweisungen des Herstellers, wie Sie Ihren Rauchmelder häufig überprüfen. Dies sollte mindestens alle 12 Monate geschehen. Die Anweisungen des Herstellers kann man in der Bedienungsanleitung des Rauchwarnmelders finden. Achten Sie darauf, bei ihnen zu bleiben. Wenn Sie den Service bei einem Dienstanbieter bestellt haben, geben Sie ihm Anweisungen. Jeder Rauchmelder muss jede 10 Jahren durch einen Neuen ersetzt werden.

So soll die Inspektion verlaufen:

  • Überprüfen Sie die Arbeitsfähigkeit des Gerätes über „Test“-Button.
  • Prüfen Sie, ob der Rauchwarnmelder frei von Staub und Insekten ist.
  • Überprüfen Sie, ob der Rauchmelder richtig im Raum platziert ist.
  • Prüfen Sie, ob Rauchwarnmelder überall angebracht sind, wo erforderlich.
  • Wenn Sie einen Warnmelder mit einer verwechselbaren Batterie ist, muss diese laut Angaben des Herstellers gewechselt werden.